Wir leben in wirren Zeiten. Schlechtes wird für gut ausgegeben, Lüge für Wahrheit, Fake ist in Mode; Maßstäbe, die früher selbstverständlich galten, werden – nonchalant – aufgegeben. Das spüren wir nicht nur in den politischen Ereignissen.
Was sollen wir noch glauben?
Diese Frage rührt an Fundamente unseres Selbstverständnisses ebenso wie unserer Orientierung im Alltag.
Sie berührt aber auch das, was wir üblicherweise „den Glauben“ nennen, also eine – wie auch immer artikulierte – religiöse Selbstvergewisserung, ob wir sie nun mit anderen teilen oder meinen, sie nur für uns selbst gefunden zu haben. Glauben wird zunehmend als Risiko empfunden.