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  • Die Welt ändert sich

    Wir leben in wirren Zeiten. Schlechtes wird für gut ausgegeben, Lüge für Wahrheit, Fake ist in Mode; Maßstäbe, die früher selbstverständlich galten, werden – nonchalant – aufgegeben. Das spüren wir nicht nur in den politischen Ereignissen.

    Was sollen wir noch glauben?

    Diese Frage rührt an Fundamente unseres Selbstverständnisses ebenso wie unserer Orientierung im Alltag.

    Sie berührt aber auch das, was wir üblicherweise „den Glauben“ nennen, also eine – wie auch immer artikulierte – religiöse Selbstvergewisserung, ob wir sie nun mit anderen teilen oder meinen, sie nur für uns selbst gefunden zu haben. Glauben wird zunehmend als Risiko empfunden.

  • Jahreswechsel

     „Man kann verzweifelt oder wehmütig dabei werden, wenn man so [beim Jahreswechsel] merkt, wie wieder ein Stück des irdischen Lebens unwiderruflich vergangen ist. Aber die Zeit eilt Gott und seiner Ewigkeit entgegen, nicht der Vergangenheit und dem Untergang

    (Karl Rahner: Das große Kirchenjahr, 1992, S. 135)